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Das Chinesisch-Deutsche Wissenschaftsforum

Das Chinesisch-Deutsche Wissenschaftsforum für Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Peking Universität und wird gefördert durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Das Forum steht unter dem Generalthema „Transnationale Interaktionen und die Ordnung und Steuerung gesellschaftlicher Prozesse im Zeitalter der Globalisierung“. Das übergreifende Anliegen des chinesisch-deutschen Wissenschaftsforums basiert auf folgender Fragestellung: Lassen sich anhand der neuen Erkenntnisse aktuelle und imaginierte gesellschaftliche Verflechtungen im globalen Maßstab zu einer geographischen Weltkarte rekonstruieren, die der unterschiedlichen regionalen Dynamik Rechnung trägt? Welche Knotenpunkte, Hierarchien, und Asymmetrien bedingen die Interaktionen im globalen Maßstab und prägen die Herausbildung globaler Ordnungsstrukturen?

Mit Hilfe einer breiten vergleichenden Perspektive hinsichtlich der geographischen und historischen Räume und unter Berücksichtigung sowohl der bilateralen und multilateralen Formen der Beziehung soll das Forum zu einem präziseren Verständnis der Dynamik von Interaktionen und Transfers sowie der Systeme der Regulierung und der Steuerung zwischen und in verschiedenen Regionen der Welt beitragen.

Das Forum soll Wissenschaftler aus Deutschland und China zusammenbringen, die sich in ihrem theoretischen Ansatz sowohl von der isolierten nationalstaatlichen Perspektive als auch von Vorstellungen begrenzter Gesellschaftsräume lösen. Dabei ermöglicht der Fokus auf geistes- und sozialwissenschaftliche Dimensionen der Austauschprozesse, systematisch die Frage zu stellen, wie Prozesse der Integration und Verflechtung zugleich unterschiedliche Formen der Aneignung, unterschiedliche Blickwinkel und unterschiedliche Reaktionen hervorbrachten. Die Perspektive der Rechtswissenschaften trägt dazu bei, gesellschaftliche Wechselwirkungen auf globaler Ebene daraufhin zu untersuchen, welches Menschenbild den gesellschaftlichen Ordnungen zugrunde liegt und welche Steuerungsinstrumente eingesetzt werden, um das politisch erwünschte Sozialmodell durchzusetzen.